Die Marke Suchard gehört zwar inzwischen zum amerikanischen Lebensmittelkonzern Kraft Foods - ihren Ursprung hat sie jedoch, wie so viele große Schokoladenmarken, in der Schweiz.
Philippe Suchard kam 1797 in Boudry in der Schweiz zur Welt und begann 1814 in der Berner Confiserie seines Bruders eine Lehre als Zuckerbäcker. Nach späteren Aussagen seiner Schwester Rosalie hatte er allerdings bereits sehr viel früher den Wunsch, einmal mit Schokolade sein Geld zu verdienen, nämlich bereits mit 12 Jahren. Nach Abschluss seiner Lehre kehrte der junge Philippe in seinen Heimatort Serrières zurück und eröffnete dort eine Schokoladenfabrik, die sich nach ersten Anfangsschwierigkeiten nicht nur etablierte sondern auch bemerkenswerte Erfolge verzeichnen konnte: 1826 entwickelte Philippe Suchard den so genannten "Mélangeur", eine Mischmaschine zur Vermengung von Zucker und Kakaopulver, bestehend aus einer erwärmten Platte aus Granit, über die Rollen hin- und herbewegt wurden. Diese Mischmethode wird auch in heutigen Zeiten angewendet, und so hat sich Philippe Suchard zweifelsohne einen Platz unter den großen Schokoladenpionieren gesichert.
Suchard-Schokolade erhielt schon früh prestigeträchtige Auszeichnungen, so beispielsweise je eine Goldmedaille anlässlich der Londoner "Great Exhibition" (1851) und der Pariser "Universal Exhibition" (1885). 1880 eröffnete Suchard eine Fabrik in Deutschland und war auch hierin seinen Wettbewerbern unter den Schweizer Schokoladeproduzenten wieder einmal voraus. Zum Ende des Jahrhunderts war das Unternehmen Suchard mit einem Anteil von rund 50 Prozent führender Produzent von Schweizer Schokolade.
Schokolade von Suchard wird inzwischen in verschiedensten Varianten verkauft, sei es nun in Tafel- oder Pralinenform - oder eben in Form von Trinkschokolade, als Grundlage für ein köstliches Getränk!